02.07.2018

Wiedereröffnung: Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica

Porta Westfalica (wh). Am Sonntag, 8. Juli, eröffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica wieder. Fast zwei Jahre nach dem Start der Sanierungsarbeiten erstrahlt das Denkmal in neuem Glanz.

„Es ging nicht darum, dem Kaiser zu alter Herrlichkeit zu verhelfen. Das wollte sein Enkel Wilhelm II. Wir wollen zwei Dinge: erstens das Denkmal historisch einordnen und zweitens Touristen in die Region ziehen“, sagt LWL-Direktor Matthias Löb. Zentraler Bestandteil des zweitgrößten Denkmals in Deutschland ist das Besucherzentrum. Dort erzähle man die ganze Geschichte: von den Römern in Germanien über Preußens Pomp bis zum Elend der Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges in den Stollen direkt unter dem Monument, so Löb: „Hier öffnet sich also nicht nur geologisch das Tor zu Westfalen, sondern auch geschichtlich. Und das Ganze gekrönt durch einen überwältigenden Blick – ein Portal mit Panoramablick.“

Wegen Schwierigkeiten bei den Sanierungsarbeiten, die auf Pfusch am Bau vor 120 Jahren zurückzuführen sind, sind die Kosten für das Projekt etwa vier Millionen Euro höher als ursprünglich veranschlagt. Allein die aufwendige Wiederherstellung der Ringmauer kostete fünf Millionen Euro. Zusätzlich betragen die Baukosten für das Besucherzentrum, die Gastronomie und den Pavillon 11,4 Millionen Euro. Die Stadt Porta Westfalica beteiligt sich mit einem Zuschuss von über 600.000 Euro, der Bund steuert insgesamt 5,8 Millionen Euro Fördermittel bei.

Vom 9. Juli an sind sowohl das LWL-Besucherzentrum als auch das neue Restaurant in der Ringterrasse („Wilhelm 1896“) geöffnet. Der LWL schätzt, dass jährlich über 150.000 Besucher den Weg zum „Kaiser“ finden werden.

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