10.12.2018

„WestfalenTarif“: Videoberatung startet an 29 Bahnhöfen

Westfalen (wh). In 29 Bahnstationen in kleinen und mittleren Städten Westfalens können sich Reisende ab sofort per Video zu Nahverkehrstarifen beraten lassen. Zugleich kündigte die Deutsche Bahn an, dass mehrere Reisecenter im Ruhrgebiet geschlossen werden.

Der neue Videoberatungsservice mit dem Titel „PIA“ (Persönlicher Informations Assistent) sei einmalig in Deutschland, berichtet der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe. Dabei wird über einen Bildschirm am Ticketautomaten auf Wunsch ein Berater zugeschaltet. Allerdings beschränke sich der Service auf den Nahverkehr im WestfalenTarif, so dass es keine Auskünfte zum Fernverkehr geben wird. Betrieben wird „PIA“ von der Deutsche-Bahn-Tochter DB Vertrieb.

Die Deutsche Bahn bietet bereits seit einigen Jahren einen ähnlichen Service in „Video-Reisecentern“ in mehreren Bundesländern an. Dabei können Kunden an kleinen Bahnhöfen mit Unterstützung von zugeschalteten Mitarbeitern auf das Fernverkehrsangebot zugreifen und sich per Drucker und Scanner auch Tickets ausstellen lassen.

Kurz vor dem Start von „PIA“ wurde unterdessen bekannt, dass die Deutsche Bahn im Ruhrgebiet neun Reisezentren schließen wird, betroffen sind unter anderem Wanne-Eickel, Herne und Haltern am See. Hintergrund ist, dass der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr seine Tickets nicht mehr über die DB, sondern über den Anbieter Transdev verkaufen lassen will. Der nach eigenen Angaben größte deutsche Mobilitätsanbieter will eigene Schalter an den Bahnhöfen aufbauen.

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