14.12.2018


Westfalen 2040: Deutliches Einwohnerplus in Münster und Rückgänge im ländlichen Raum

Westfalen (wh). Im Jahr 2040 werden 8,06 Millionen Menschen in Westfalen leben, das sind knapp 200.000 weniger als in diesem Jahr, zeigt eine aktuelle Berechnung des Statistischen Landesamtes. Gerade in den ländlichen Regionen Süd- und Ostwestfalens wird die Bevölkerung zurückgehen, prognostizieren die Statistiker.

Während die Stadt Münster in den nächsten 20 Jahren um fast 14 Prozent wachsen wird und 2040 voraussichtlich rund 357.000 Einwohner zählt, wird die Bevölkerung in zahlreichen Landkreisen schrumpfen: Prognosen für den Kreis Höxter zeigen ein Minus von 9,3 Prozent, für den Hochsauerlandkreis von 10,4 Prozent und für den Märkischen Kreis von 12,6 Prozent. Mit Ausnahme von Dortmund (plus 4,4 Prozent) werden auch die Ruhrgebietsstädte mit weniger Einwohnern planen müssen. Für die meisten münsterländischen Landkreise weist die Statistik lediglich geringe Rückgänge aus. Die Kreise Gütersloh und Paderborn sowie die Stadt Bielefeld erwarten sogar ein Plus.

Die Einwohner Westfalens werden jedoch insgesamt nicht nur weniger, sie werden auch älter: Verglichen mit heute erwarten die Statistiker bis 2040 deutliche Zuwächse bei den hochbetagten Menschen über 80 Jahren von mehr als einem Drittel.

Landesweit wird der Bevölkerungsrückgang erst später einsetzen, zeigt die Prognose. So steigt die Einwohnerzahl in NRW bis zum Jahr 2032 von aktuell 17,9 Millionen auf dann 18,1 Millionen. Verantwortlich sind hierfür vor allem starke Zuwächse in Köln, Bonn und Düsseldorf, die bis ins Umland ausstrahlen. Ab 2032 wird es jedoch einen Rückgang geben, so soll NRW bis 2060 rund zwei Prozent seiner Gesamtbevölkerung verlieren.

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