29.05.2018


Welveraner Modell: Aus für einzigartiges Ausbildungsmodell für indische Priester

Welver (wh). Das Welveraner Modell im Erzbistum Paderborn wird nicht weitergeführt. In Zukunft sollen die indischen Priester nicht mehr im Kreis Soest, sondern stattdessen in Paderborn für den Einsatz in westfälischen Gemeinden ausgebildet werden, gab das Erzbistum Paderborn bekannt.

Das Welveraner Modell gilt bundesweit als einzigartig. Seit 2014 lebten dort jeweils drei bis fünf indische Geistliche im Pfarrhaus der Gemeinde St. Maria in Welver. In einer Art Praktikum wurden sie mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer geschult, um in katholischen Gemeinden zu arbeiten, in denen es nicht mehr genügend einheimische Priester gibt. Das Konzept, das von Pastor André Aßheuer entwickelt wurde, gilt als vorbildlich, da es kulturellen Missverständnissen bei ausländischen Geistlichen vorbeugt.

Durch die Verlagerung des Programms nach Paderborn sollen „Optimierungsmöglichkeiten“ genutzt werden; so könnten dort Sprachkurse vor Ort angeboten werden, erklärt das Erzbistum. Die in Welver geleistete Arbeit werde derzeit ausgewertet.

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