10.04.2018


Trauer um Opfer der Amokfahrt von Münster

Münster (wh). Westfalen trauert um die Opfer der Amokfahrt in Münster. Am Samstagnachmittag war ein 48-jähriger Mann mit einem Campingbus in eine Menschengruppe am Restaurant Kiepenkerl in der Münsteraner Innenstadt gefahren. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben und mehr als 20 Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der Täter richtete sich selbst.

Neben Innenminister Horst Seehofer, Ministerpräsident Armin Laschet und NRW-Innenminister Herbert Reul brachte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Trauer und sein Mitgefühl für die Opfer der Amokfahrt, ihre Angehörigen und die Menschen in Münster zum Ausdruck. In einem Telefonat mit Oberbürgermeister Markus Lewe würdigte er die Besonnenheit, die Hilfsbereitschaft und den großen Einsatz aller Beteiligten.

Tief betroffen reagierte Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, auf die Tat. „Der Vorfall in der Katholikentagsstadt in der Osterwoche macht mich fassungslos”, sagte Sternberg. Ob die Amokfahrt Auswirkungen auf den Katholikentag vom 9. bis 13. Mai haben wird, kommentierte er nicht; dies werde nach einer Zeit der Trauer geklärt. Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, betonte, die Organisatoren würden gemeinsam mit der Polizei „alle Vorkehrungen, die wir für die Sicherheit der Katholikentags-Teilnehmenden treffen, auf Herz und Nieren prüfen – auch im Licht der Erkenntnisse, die die Polizei aus diesem schrecklichen Vorfall gewonnen hat.“ Zwar werde es Polizeikräfte und Kontrollstellen sowie auch Wassertanks als Zufahrtssperren geben. „Dies alles wird aber nicht zum bestimmenden Bild des Katholikentags werden“, sagte Vilsmaier.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert, dass Zeugen und Betroffene der Attacke in den Trauma-Ambulanzen des LWL in Westfalen Unterstützung und Beratung erhalten können. „Heute wissen wir, dass Menschen nach einer schnell begonnenen Therapie besser in ihren Lebensalltag zurückfinden”, so Paul Griestop, Leiter des LWL-Amtes für Soziales Entschädigungsrecht. Informationen bietet der LWL auf der Website: http://www.lwl.org/LWL/Soziales/SER/traumaambulanzen.

Pressekontakt:
Thomas Arzner, 101. Deutscher Katholikentag Münster 2018, Telefon: 0251/70377152, E-Mail: thomas.arzner[at]katholikentag.de; LWL-Pressestelle, Telefon: 0251/591235, E-Mail: presse[at]lwl.org