19.04.2018


Personalien

Frank Lahme, Lokalredakteur beim Westfälischen Anzeiger in Hamm, erhält den dritten Preis des „Wächterpreises der Tagespresse 2018“. „Veranlasst von dem konkreten Fall eines Polizisten, der im Dienst verletzt worden war, ging er dem Missstand nach, dass bisher in Nordrhein-Westfalen solche Beamte leer ausgingen, wenn die Täter schuldunfähig oder mittellos waren”, heißt es in der Begründung der Stiftung Freiheit der Presse. Lahmes Arbeit habe für ein Umdenken bei der Politik und eine Gesetzesänderung zugunsten dieser Beamten gesorgt. Es ist bereits der dritte Wächterpreis, den die Redaktion des Westfälischen Anzeigers erhält.

Merle Radtke übernimmt am 1. Juli die Leitung der Kunsthalle Münster. Die 32-jährige Kuratorin arbeitete bisher an der Hamburger Kunsthalle, der Jürgen Becker Galerie und am Kunstmuseum Stuttgart. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Praxis und Theorie des Internets, die postdigitale Kunstpraxis, Performance, Film und Video. Die gebürtige Hamburgerin folgt auf Dr. Gail Kirkpatrick, die mehr als 25 Jahre das Haus führte und nun in den Ruhestand wechselt.

Er hat die Welt von oben gesehen: Ulrich Walter ist Westfalens bisher einziger Mann im Weltraum. Vor 25 Jahren, am 26. April 1993, brach der gebürtige Iserlohner zu seiner Mission auf. Neun Tage, 23 Stunden und 40 Minuten blickte er „losgelöst“ von der Erde auf unseren Planeten und führte im europäischen Raumlabor Spacelab zahlreiche Experimente durch. Walter ist der Raumfahrt treu geblieben. Seit 2003 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München.

Wie verschiedene Medien berichten, hat die Bertelsmann Music Group (BMG) angekündigt, die Zusammenarbeit mit den Rappern Kollegah und Farid Bang vorerst beenden zu wollen. Damit reagiert die Plattenfirma, eine Tochter des Gütersloher Bertelsmann-Konzerns, auf die massive Kritik an den Texten der Gangster-Rapper. Den beiden wird vorgeworfen, in ihren Songs antisemitische Inhalte zu verbreiten. Die Musiker waren in der vergangenen Woche mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Daraufhin hatten andere Künstler ihren Preis zurück gegeben.

Heimatministerin Ina Scharrenbach hat Rödinghausen als erster Gemeinde in Nordrhein-Westfalen die Genehmigung erteilt, eine niederdeutsche Zusatzbezeichnung im Namen zu führen. Anfang Februar hatte der Rat der etwa 10.000 Einwohner zählenden Kommune im Kreis Herford beschlossen, die Zusatzbezeichnung „Ränghiusen“ verwenden zu wollen. Diese soll bald auch auf den Ortseingangsschildern zu lesen sein.