28.09.2018


Neurolinguistin im Westfalenspiegel: Und Hans lernt es doch!

Westfalen (wh). Neue Herausforderungen sind für das Gehirn gerade bei älteren Menschen wichtig, damit es nicht einrostet. „Wenn die Strukturen im Hirn schwieriger zu modellieren sind, dann ist es umso wichtiger, ständig zumindest zu versuchen, sich auf neue Situationen einzulassen“, sagt die Bielefelder Neurolinguistin Sabine Weiss im Interview mit dem aktuellen “Westfalenspiegel”, der an diesem Samstag (29.09.2018) im Handel erscheint. Wer sein Gehirn fordert, kann also auch im Alter noch Neues lernen.

Durch Lernen verändern sich die Strukturen in unserem Gehirn. Allerdings ist dieser Prozess im Alter mühsamer zu erreichen, sagt Neurolinguistin Weiss: „Wenn wir jetzt zum Beispiel anfangen, Geige zu lernen, kann man feststellen, dass sich die Gehirnregionen, die dafür wichtig sind, wie die Fingerbewegungen im motorischen Cortex, vergrößern. Und das auch noch mit 60 oder 70 Jahren. Nur: Das dauert!“

Das Interview ist Bestandteil des Heftschwerpunkts „Unser Gehirn: Kosmos im Kopf“. Darin stellt der “Westfalenspiegel” auch die größte Ausstellung Deutschlands zum Gehirn, die aktuell im Naturkundemuseum in Münster zu sehen ist, vor. Außerdem zeigt eine Reportage aus dem Schlaflabor der Christophorus-Kliniken in Dülmen, wie sich unsere Denkzentrale im Schlaf erholt. Und ein Neurochirurg erklärt, was eine Gehirnoperation mit einem Sondereinsatzkommando gemeinsam hat.

Weitere Informationen:
https://www.westfalenspiegel.de