13.04.2018


IC-Halte in Ostwestfalen: Protest gegen Streichungspläne

Westfalen (wh). Im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) formiert sich Widerstand gegen Pläne der Deutschen Bahn, Intercity-Halte in Bünde, Bad Oeynhausen und Minden zu streichen.

Betroffen wäre die IC-Verbindung von Amsterdam über Osnabrück mit Ziel Berlin. NWL-Sprecher Uli Beele berichtet nach der gestrigen NWL-Verbandsversammlung von Überlegungen der DB Fernverkehr, ab 2020 einen Halbstunden-Takt zwischen Hannover und der Bundeshauptstadt einzurichten. Um das zu erreichen, sei geplant, dass der Schnellzug dann nicht mehr in den Städten der Kreise Herford und Minden-Lübbecke halte.

Die Deutsche Bahn sei bei diesen Fernverkehrsplanungen zwar nicht an die Zustimmung von Städten oder Verbänden gebunden, trotzdem wolle der Verband noch in diesem Jahr auf den Konzern einwirken, um die Haltepunkte und damit einen wichtigen Teil der Verkehrsinfrastruktur in Ostwestfalen aufrecht zu erhalten, so der NWL. Außerdem will sich der Verband auch an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst wenden. Medienberichten zufolge wollen auch Bundestagsabgeordnete aus der Region auf die DB-Konzernleitung zugehen. Ein Zwischenbericht zu diesen Aktionen wird bei der NWL-Verbandsversammlung Anfang Juli erwartet.

Pressekontakt:
Uli Beele, Pressesprecher Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Pressehotline: 0800/9526312, E-Mail: u.beele[at]nwl-info.de