09.11.2018


Deutsches Kompetenzzentrum für Rettungsroboter entsteht in Dortmund

Dortmund (wh). In Dortmund wird bald erforscht, wie Roboter bei Rettungseinsätzen helfen können. Auf dem ehemaligen Industriegelände Phoenix-West entsteht in den nächsten Jahren das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum, an dem zahlreiche Partner aus Gefahrenabwehr, Forschung und Industrie beteiligt sind.

Rettungsroboter der Zukunft sollen zum Beispiel in der Lage sein, selbstständig Feuer oder Rauch zu entdecken und zu melden sowie aufkommenden Brandherde direkt zu löschen. Dabei müssen die rettenden Roboter auch unter extremen Bedingungen funktionieren. Außerdem sollen sie in unwegsamem Gelände vorankommen und in Gebäude gelangen, in die die Feuerwehr ihre Leute wegen zu großer Gefahren nicht mehr hineinschicken kann.

An solchen Modellen arbeitet auch die Fachhochschule Dortmund, die sich am Aufbau des in dieser Art bundesweit einmaligen Kompetenzzentrums beteiligt. So bringen Forscher aus den Fachbereichen Maschinenbau und Informatik ihre Expertise im Bereich mobiler Robotersysteme ein, damit Rettungseinsätze bei Katastrophen oder in unübersichtlichen Gefahrensituationen künftig sicherer und effizienter werden. Denn weltweit kommt es immer wieder zu Unfällen von Rettungskräften im Einsatz, bei denen diese trotz guter Ausbildung, ausgereifter taktischer Konzepte und zuverlässiger Schutzausrüstung verletzt oder getötet werden.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Koordination übernimmt das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund. Offizieller Auftakt ist am 6. Dezember.