14.11.2017


ARD-Rentenreport: Deutliche regionale Unterschiede bei der Rente in Westfalen

Westfalen (wh). Im Münsterland kommen auf einen Rentner statistisch knapp zwei aktive Beitragszahler, während in einigen Ruhrgebietsstädten bei 1,2 bzw. 1,3 liegt, zeigt der ARD-Rentenreport.

Das Ergebnis spiegelt im Wesentlichen die Alters- und Wirtschaftsstruktur in der Region. So gibt es gerade in Universitätsstädten wie Münster und Paderborn zahlreiche junge Rentenbeitragszahler, während in den Ruhrgebietsstädten die Bevölkerung tendenziell älter ist. In Ost- sowie in Südwestfalen liegt der Durchschnitt bei etwa 1,5.

Gerade in den Revierstädten gehen die Menschen vergleichsweise früh in Rente. Das sogenannte Rentenzugangsalter von Männern liegt dort laut ARD-Rentenreport bei unter 58 Jahren, während in Münster, Bielefeld und Teilen Ost- und Südwestfalens dieser Wert die 60 überschreitet. Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag ist im Ruhrgebiet jedoch laut der Studie noch relativ hoch. So liegt dieser Wert unter anderem in Gelsenkirchen, Bochum und Herne bei mehr als 900 Euro, während unter anderem für Münster, Borken und Höxter Werte von unter 800 Euro gezeigt werden.

Der ARD-Rentenreport wurde vom Hessischen Rundfunk mit statistischen Daten der Deutschen Rentenversicherung aus dem Jahr 2014 und mit Umfrageergebnissen von infratest dimap erstellt.

Pressekontakt:
Michael Draeger, Pressereferent hr-fernsehen, Telefon: 069/1553527, E-Mail: michael.draeger[at]hr.de