Nachricht 11.12.12, 11:00
Weltreisen durch Westfalen: Internationale Wohnzimmer-Begegnungen sind ein Erfolgsmodell
Westfalen (wh). Eine "Weltreise durchs Wohnzimmer": Dieses ungewöhnliche Bildungsprojekt aus Rheda-Wiedenbrück hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt. Zahlreiche Städte in Westfalen veranstalten nun ebenfalls "Weltreisen" in die Wohnungen verschiedener Nationen.
Als "Reiseleiter" öffnen dabei Menschen mit ausländischen Wurzeln ihre Haustüren für Fremde. Bei landestypischer Musik und Speisen erzählen sie den Gästen von den Bräuchen ihres Heimatlandes. So erfahren die "Reisenden" zum Beispiel, warum man in Sri Lanka mit den Fingern isst und wieso die Hochzeitspaare mancher Nationen so ernst auf den Fotos aussehen.
Initiatorin Catrin Geldmacher möchte mit den "Weltreisen" internationale Begegnungen in der eigenen Stadt ermöglichen und helfen, Vorurteile und Ängste abzubauen. Das sei nicht nur für die "Reisenden" ein Gewinn, berichtet die Deutschlehrerin: "Die Reiseleiter sind sehr stolz und auch dankbar, dass sie den Gästen ihre Kultur vorstellen dürfen."
Die von der Andreas-Mohn-Stiftung finanzierten Veranstaltungen waren in Rheda-Wiedenbrück so erfolgreich, dass einige ostwestfälische Städte sowie demnächst die Stadt Bochum ebenfalls "Wohnzimmer-Weltreisen" anbieten. Zudem wird das Konzept nun wissenschaftlich begleitet: Der Bielefelder Erziehungswissenschaftler Dr. Faraj Remmo erforscht es als ungewöhnliches Bildungsprojekt im Rahmen seiner Habilitation.
Weitere Informationen:
http://www.weltreisedurch.de
Pressekontakt:
Catrin Geldmacher, Telefon: 05242/37205, E-Mail: info[at]weltreisedurch.de


