Nachricht 20.11.12, 10:00
Westfalen 2030: Fünf Prozent weniger Bürger, 30 Prozent mehr Hochbetagte
Westfalen (wh). Die Bevölkerung in Westfalen wird weniger und sie wird älter. Diesen Trend bestätigt die Raumordnungsprognose 2030 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). 2030 werden demnach 7,8 Millionen Menschen in Westfalen leben, das sind rund 430.000 bzw. 5,2 Prozent weniger als in diesem Jahr. Bundesweit fällt der Rückgang mit 3 Prozent etwas geringer aus.
Die Stadt Münster und die münsterländischen Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt sowie der Kreis Gütersloh sind von dieser Entwicklung ausgenommen - hier steigt die Zahl der Bürger in den nächsten Jahren sogar leicht.
In allen westfälischen Regionen werden die Menschen älter, prognostizieren die Forscher. Verglichen mit dem Jahr 2012 wird die Zahl der 60- bis 80-Jährigen bis 2030 im Durchschnitt um 26 Prozent steigen. Bei den hochbetagten Bürgern im Alter von 80 bis 100 Jahren wird sogar ein Plus von 30 Prozent erwartet.
Das BBSR erwartet angesichts dieser Prognose einen starken "Anpassungsdruck" bei der Infrastruktur, also unter anderem bei Kinderbetreuung, Einzelhandel und ÖPNV. Durch die Stärkung von Ortszentren und die Zusammenarbeit von Gemeinden könnten solche Angebote gesichert werden.
Weitere Informationen und Ergebnisse für Städte und Kreise:
http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_53446/BBSR/DE/
Aktuell/Medieninfos/2012/Ablage__Medieninfos/
PM__Bevoelkerungsprognose2030.html
Pressekontakt:
Dr. Claus Schlömer, Referat Raumentwicklung, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Telefon: 0228/994012331, E-Mail: claus.schloemer[at]bbr.bund.de


